Der Laie stellt sich die Beantwortung von Fragen wie „Liegen bei mir Belastungen mit Schimmelpilzen vor?“ oder „Gibt es Feuchte- oder Schimmelquellen in meinem Haus?“ ganz einfach vor: Da macht ein/e Fachmann/frau eine Messung, oder man nimmt sogar selbst eine Probe, und dann weiß man Bescheid, wie gefährlich die Situation ist und was man zur Sanierung von Schimmel machen muss. Wäre es doch nur so leicht!
Die Wirklichkeit sieht in der Regel deutlich komplexer aus: Bei jedem Fall bzw. bei jeder Fragestellung muss individuell vorgegangen und abgeklärt werden, welche Untersuchungen sinnvoll sind, welcher Aufwand nötig ist, und welche Sicherheit bei den Ergebnissen gewünscht wird. Unseren Erfahrungen nach liegt gerade bei diesen strategischen Überlegungen viel im Argen. So überlassen Angebote aus dem Internet oder der Stiftung Warentest dem Laien bzw. Betroffenen einen Teil der Arbeit. Dies birgt immense Fehlermöglichkeiten und führt meist dazu, dass Vieles übersehen oder der Schimmel falsch eingeschätzt wird. Selbst viele Sachverständige untersuchen mit ungeeigneten Methoden an den eigentlichen Problemen oder Zielsetzungen vorbei und kommen zu falschen oder unvollständigen Rückschlüssen.
Der Artikel benennt Beispiele für falsche Herangehensweisen und gibt Empfehlungen zu einer angemessenen Bestandsaufnahme und Strategie. Dabei wird konkret auf elf typische Fragestellungen bzw. Problemsituationen eingegangen und das zur Verfügung stehende Methodenspektrum für Untersuchungen bei mikrobiellen Schäden vorgestellt, von „Viable“- und „Non-Viable“-Proben über MVOC-Laboranalysen von Luftproben , Baufeuchte-, Temperatur- und Luftfeuchte-Messungen bis zu Molekularbiologischen Methoden.
Institut für Baubiologie + Ökologie Neubeuern (IBN)
Rupert Schneider
Holzham 25
D-83115 Neubeuern
Fon +49 (0) 8035 2039
Fax +49 (0) 8035 8164
www.baubiologie.de
Das IBN wurde 1983 gegründet. Vorläufer des Instituts waren die Arbeitsgruppe Gesundes Bauen + Wohnen (seit 1969) und das ehemalige “Institut für Baubiologie” (seit 1976). Das IBN wird von Arch. Winfried Schneider und Rupert Schneider geleitet. Gründer dieser Institutionen war Prof. Dr. Anton Schneider. Er ist wissenschaftlicher Beirat des IBN. Im Vordergrund der Tätigkeit steht die objektive Betreuung des Verbrauchers sowie eine ganzheitlich und baubiologisch-ökologisch orientierte Lehre und Bildung. Ein Schwerpunkt ist dabei die Ausbildung zum Baubiologen IBN bzw. zur Baubiologin IBN. Das Institut ist wirtschaftlich und politisch unabhängig und neutral.
Publikationen: Wohnung + Gesundheit – Fachzeitschrift für ökologisches Bauen + Leben Literaturliste “Gesunde Wohnumwelt” – Schriftenreihe sowie Bücher und Filme (DVD und VHS) über Baustoffe und Baukonstruktionen in Neu- und Altbauten, Haus-Krankheiten, Elektrosmog, Radioaktivität, Lärm, Wohnklima, Heizung, Oberflächenbehandlung, Ökosoziale Siedlungen, Umweltmedizin, Lehmbau, Holzbau, Solararchitektur, Abwasserreinigung usw. Baubiologische
Weiterbildung: An dem seit 1977 bewährten und staatlich zugelassenen Fernlehrgang Baubiologie IBN haben bereits über 6000 Architekten, Bauingenieure, Bauhandwerker, Ärzte, Heilpraktiker und weitere baubiologisch-ökologisch Interessierte teilgenommen. Der Fernlehrgang Baubiologie kann mit der Prüfung zum Baubiologen IBN bzw. zur Baubiologin IBN abgeschlossen werden. Durch Aktualisierungs- und Ergänzungslieferungen sowie Aufbauseminare zu verschiedenen Themen werden ehemalige Fernlehrgangsteilnehmer laufend über die Weiterentwicklung rund um die Baubiologie informiert oder können ihr Wissen zu bestimmten Themenbereichen vertiefen. Die Fortbildung “Baubiologische Messtechnik IBN” ermöglicht es den Teilnehmern, Haus-, Arbeitsplatz und Grundstückuntersuchungen nach dem Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) durchzuführen.

